Tagesfahrt

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Begegnungen mit der Geschichte

Mittwoch, Mai 30th, 2018

 

Am Donnerstag, dem 24. Mai 2018, unternahm die SGV-Abteilung Bad Berleburg eine abwechslungsreiche Busfahrt nach Bad Arolsen und Höxter. 37 Wanderfreunde und Gäste hatten die Einladung zu diesem Ausflug in die Geschichte der Region angenommen, der vom Vorsitzenden Karl-Friedrich Hild wie immer präzise vorbereitet worden war und humorvoll geleitet und begleitet wurde.

Der erste Stopp galt der Stadt Bad Arolsen und ihrem barocken Residenzschloss, das auch heute noch von den Nachkommen der Grafen und Fürsten von Waldeck-Pyrmont bewohnt wird. Das wohl berühmteste Kind der Stadt, an das hier zahlreiche Bilder, Skulpturen und Namensgebungen erinnern, ist Prinzessin Emma zu Waldeck und Pyrmont, die spätere Königin Emma der Niederlande und Ururgroßmutter des heutigen Königs Willem-Alexander.

Im Umfeld des Schlosses war auch der Park mit seinen imposanten heimischen und exotischen Bäumen und den üppig blühenden Rhododendren einen Besuch wert.

Zum Mittagessen wurden die Berleburger in die etwas abgelegene, urige Bauernstube „Schenken-Küche“ entführt. In dieser rustikalen Gaststätte erwartete die Hungrigen ein „Essen wie vor 100 Jahren“: Die Auswahl beschränkte sich auf 4 Menüs, alle zu einem Einheitspreis. Die Suppe wurde in einer Terrine zur Selbstbedienung aufgetragen, der Salat ebenfalls – wie man es sich eben in der bäuerlichen Einfachheit vor 100 Jahren vorstellt. Zum Abschluss gab es noch einen traditionellen Holzschuhtanz für alle, die Lust hatten mitzumachen. Das kam sehr gut an und lockerte die Stimmung. Ein großes Lob für die Initiatoren!

Den Höhepunkt des Tages erlebte die Reisegruppe am Nachmittag bei einer exzellent geführten Besichtigung des ehemaligen Benediktinerklosters Corvey in Höxter. Es wurde 2014 mit dem Titel „Weltkulturerbe“ ausgezeichnet, und die Berleburger konnten sich davon überzeugen, wie berechtigt dieser Titel ist. Geschichte und Kultur sind hier bis ins Detail präsent: die Regeln des Benedikt sind z.B. heute noch sichtbar, etwa in zwei Türklappen, die dazu dienten, nach den Vorschriften Benedikts Arme und Reisende ungeachtet ihres Aussehens mit Nahrung zu versorgen, ohne dabei jedoch die Türen öffnen zu müssen. Die Angst vor Übergriffen und ansteckenden Krankheiten war schließlich allgegenwärtig.

Der Übergang Corveys vom kirchlichen in staatliches Eigentum zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte seinen Grund in wirtschaftlichen Engpässen des preußischen Staates nach den verlustreichen kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Napoleonischen Frankreich. Als Gegenleistung für diese Quasi-Enteignung wurde der Kirchensteuereinzug garantiert, womit das kirchliche Personal bezahlt werden konnte.

Imponierend war für die Besucher vor allem die riesige fürstliche Bibliothek mit ihren 75000 Bänden, die in Schränken gelagert sind, welche in vorbildlicher, vorausschauender Handwerkskunst so konstruiert worden waren, dass sie die Bücher dauerhaft vor Schäden durch die im Schloss unvermeidliche Feuchtigkeit und Kälte schützten. Verantwortlich für den umsichtigen Aufbau der Bibliothek war der Dichter der deutschen Nationalhymne Hoffmann von Fallersleben, der hier als Bibliothekar tätig war.

Der wichtigste Teil der Klosteranlage und Anlass für die Anerkennung als Weltkulturerbe ist das “karolingische Westwerk“ mit der Basilika – das einzige Gebäude, das den 30-jährigen Krieg überstanden hat.

Auch heute noch wird ein Teil des Klosters vom Herzog von Ratibor und Fürsten von Corvey privat bewohnt. Er war beim Besuch der Berleburger zu Hause: seine Fahne war gehisst, und die Fremdenführerin hieß die Gäste ausdrücklich in seinem Namen willkommen.

Der schöne Tag klang bei Kaffee, Kuchen und Eis in der Stadt Höxter aus, und pünktlich um 18 Uhr machte sich eine zufriedene Reisegruppe auf den Rückweg nach Bad Berleburg. Unterwegs wurde der Blick auf die wunderbare, vielfältige Landschaft genossen, durch die man fuhr. Dem SGV-Vorsitzenden dankten alle von Herzen für diesen eindrucksvollen Ausflug, seine vorbildliche Organisation und die optimale Betreuung bis hin zum persönlichen Einsatz beim Kaffeeservice an Bord des Reisebusses.

Artikel: Dr. S. Lange

Die Teilnehmer der Tagesreise

Die Teilnehmer der Tagesreise

Tagesfahrt am Donnerstag 18.Mai 2017 in den Rheingau

Samstag, Februar 4th, 2017

Tagesfahrt am Donnerstag 18.Mai 2017 in den Rheingau.

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Zwischen Wiesbaden und Lorch liegt auf der rechten Rheinseite der Rheingau.
Hinter Wiesbaden ändert der Rhein auf seiner 1000 Km langen Strecke nach Norden seinen Lauf und
fließt rund 35 Km in Ost-West-Richtung um den Ausläufern des Taunusgebirges auszuweichen. Durch
diese Richtungsänderung sind die nach Süden geneigten Hänge rechts des Flusses den ganzen Tag der
Sonne ausgesetzt und bieten auf dem wärmespeichernden Schieferboden die besten Bedingungen für den
Anbau und die Herstellung edelster Weine.

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Adelige und Geistliche haben hier schon vor mehr als 1000 Jahren Weinberge angelegt und bedeutende
Baudenkmäler geschaffen, die noch heute erhalten sind. Darunter das Zisterzienser-Kloster Eberbach,
die Abtei St. Hildegard, die Kurfürstliche Burg Eltville sowie die Schlösser Johannisberg und Vollrads.
Der ganze Rheingau lebte und lebt heute noch überwiegend vom Weinanbau. Die Nähe zum Rhein
schaffte in früheren Jahren die besten Voraussetzungen die Weinfässer weit über die Grenzen hinaus zu
transportieren. Heute ist neben dem Weinanbau der Tourismus ein wesentlicher Faktor, denn bei jeder
Deutschland-Rundfahrt ist der Rheingau und die Stadt Rüdesheim mit dem Niederwalddenkmal eine
beliebte Anlaufstelle.Durch die bekannteste Straße in Rüdesheim, die 144 m lange Drosselgasse, laufen
jährlich über drei Millionen Menschen um Rheinische Geselligkeit hautnah zu erleben.

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Ablauf unserer Fahrt:
Zunächst fahren wir zum Kloster Eberbach. Dort werden wir das von Zisterziensern im Jahre 1136
gegründete Kloster besichtigen. Nach einer Führung durch die Klosteranlagen ist Einkehr in der
Klosterschänke vorgesehen. (Mittagessen nach Karte). Um 15:00 Uhr fahren wir nach Rüdesheim und
weiter zum Niederwalddenkmal. Der Anlass zur Erbauung des Denkmals war der Deutsch-Französische
Krieg 1870/71 und die anschließende Gründung des Deutschen Kaiserreiches.
Vom Denkmal aus hat man eine schöne Aussicht über den Rheingau, auf das Rheintal, auf Bingen und
das enge Nahetal und weiter auf die Berge von Hunsrück und Taunus. Zurück in Rüdesheim bleibt noch
Zeit uns die Stadt und bei Bedarf die weltberühmte Drosselgasse anzusehen.

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Abfahrt 8,00 Uhr Bahnhof Bad Berleburg. Bus fährt über Bad Laasphe.
Kosten: 27,50 EUR / Pers.
Leistungen: Fahrt in modernem Reisebus.
Eintrittspreis Kloster Eberbach und Führung durch die Klosteranlage.
Anmeldung: Karl-Friedrich Hild Tel. 02751 3365 oder E-Mail: KarlFriedrich-Hild   @     t-online.de

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Bad Berleburg 29.01.2017

Terminhinweis: Tagesfahrt zum Weihnachtsmarkt nach Eisenach

Montag, September 5th, 2016

Am 13. Dezember wird eine Tagesfahrt zum Weihnachtsmarkt nach Eisenach veranstaltet.Hier die Einzelheiten: Weihnachtsmarkt Eisenach

Tagesfahrt nach Fritzlar und Kassel am 21.05.2014

Montag, Januar 27th, 2014

Mehr Informationen hier

Einladung zur Tagesfahrt am Sa, 5.5.12, nach Wiesbaden

Donnerstag, Februar 9th, 2012

Mehr Informationen hier!