November, 2012

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Weg der Besinnung – Gedenkstätten in Bad Berleburg – 03.11.2012

Mittwoch, November 28th, 2012

Zu einer Wanderung mit diesem Titel lud Karsten Wolter, Vorsitzender des Vereins zum Gedenken der Kriegsopfer von Bad Berleburg e.V.,die Mitglieder der SGV-Abteilung sowie Gäste ein.

Vom bekannten Treffpunkt – der Wandertafel – ging es zunächst in die Jacob-Nolde-Str. zu dem Platz, an dem die ehemalige Synagoge stand. Diese wurde in der Reichspogromnacht am 09. Nov. 1938 zerstört und ausgeraubt.

Darüber hinaus wurde berichtet, dass im Jahr 2008 durch die Initiative des Arbeitskreises für Toleranz und Zivilcourage sogenannte „Stolpersteine“ vor Häusern verlegt wurden, in denen einst jüdische Mitbürger lebten.

Weiter ging es dann zum städtischen Friedhof Berleburgs, einer kulturhistorischen Gedenkstätte, wie er von  Karsten Wolter bezeichnet wurde, da sich hier zeigt, wie Generationen mit ihren Verstorbenen umgehen. Ernst Wecker wusste zu berichten, dass der Friedhof  etwa 400 Jahre alt ist, die erste Beerdigung, die hier stattfand war die einer Dame namens Ursula, so wurde der Friedhof einst St. Ursula-Friedhof genannt.

Die Friedhofskapelle wurde ca. 1632 erbaut, in ihr befinden sich Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen aus 1866 sowie 1870 -1871, ferner 4 Holztafeln für die Gefallenen, die in den Kriegsjahren 1914 – 1918 ihr Leben ließen. Diese Tafeln sind Schnitzereien von Fritz Becker-Leymanns aus dem Jahr 1940.

Oberhalb der Friedhofskapelle befinden sich die Kissensteine der Gefallenen des 1. Weltkriegs der Gemeinde Bad Berleburg. Besonderheit: Diese lagen seit dem 25. Mai 1922 auf dem Ehrenhain des Odebornfriedhofs. Bei Bau des Krankenhauses in 1952 wurden sie umgebettet und haben seitdem ihrem Platz auf dem städt. Friedhof.

Oberhalb dieser Kissensteine befindet sich eine Gedenktafel, wie Wecker weiter berichtete. Sie wurde am Ewigkeitssonntag 1945 eingeweiht, zur Erinnerung an die deutschen Soldaten, die im April 1945  im Umfeld von Berleburg fielen.

Unweit dieser Gedenktafel sieht man die Kriegsgäber derer, die im April 1945 umgekommen sind, ebenso sind hier 45 Berleburger Soldaten beigesetzt, die hierher überführt wurden.

Ein vom hiesigen Künstler Wolfgang Kreutter errichtetes Denkmal aus 12 Schieferstehlen erinnert an die Verstorbenen des 1. und 2. Weltkrieges. Seit 1961 gedenken hier die Berleburger ihrer Toten dieser Auseinandersetzungen.

Der obere Teil des Friedhofs hat seit Sommer 2012 einen Sternenkinder-Friedhof , die Initiatorin dieser Gedenkstätte war die Berleburger Vikarin Janine Kimminus, hier wurde für die trauernden Eltern ein wunderbarer Platz zur Erinnerung geschaffen.

Ferner befinden sich in diesem Bereich die Grabstätten von ehemaligen Zwangsarbeitern und der einst jüdischen Mitbewohner des Städtchens, einen jüdischen Friedhof gab es bis 1905 „Im Berlebach“. Margarete  Strickhausen erzählte, dass Frau Prof. Lucie Weinstein (Jhrg. 1924), geb. Krebs, die in 1941 in die USA auswanderte, in 1997 anregte, im Berlebach eine Gedenkstätte für die jüdischen Mitbürger zu errichten, diese wurde im Beisein von Lucie Weinstein unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am 31.05.2000 eingeweiht.

Die letzte Station dieses überaus interessanten „Weges der Besinnung“ war der Goetheplatz, einst Marktplatz des Städtchens. Hier steht ein Denkmal (1901)  für die Gefallen aus den Jahren 1866 sowie 1870 – 1971 aus der Grafschaft Wittgenstein.

Ein großes Danke an Karsten Wolter, sowie den Zeitzeugen des 2. Weltkriegs Margarete Strickhausen und Ernst Wecker für diese besondere Begehung,  mit ihren Berichterstattungen aus dieser Zeit wurde der Nachmittag sehr interessant gestaltet.

Quelle: Flyer „Der Weg der Besinnung“

 

Die sogn. Kissensteine

Die sogen. Kissensteine

 

Kriegsgräberstätte der in 1945 Gefallenen

Kriegsgräberstätte der in 1945 Gefallenen

 

Denkmal aus dem Jahr 1961 von Wolfgang Kreutter, einem hiesigen Künstler

Denkmal aus dem Jahr 1961 von Wolfgang Kreutter, einem hiesigen Künstler

 

Erinnerung an die Zwangsarbeiter Berleburgs

Erinnerung an die Zwangsarbeiter Berleburgs

 

Jüdische Grabstätten

Jüdische Grabstätten

 

Erinnerung an die "Sternenkinder"

Erinnerung an die „Sternenkinder“  Spruch: Denn sie sind den Engeln gleich und Kinder Gottes

 

Jüdische Gedenkstätte - 2000 eingeweiht

Jüdische Gedenkstätte – 2000 eingeweiht

 

Ganztagswanderung um Bad Laasphe zum Groß-Gemeindestein

Montag, November 26th, 2012

Diese  kontrastreiche Wanderung in einer Herbst- und Winterlandschaft von  Ursula Groß und Willi Blecher wurde vom Parkplatz in Bad Laasphe aus durchgeführt. Von dort ging es weiter über Friedrichshütte und Friedrichshammer. Bei herrlichem Sonnenschein und somit  prächtiger Herbstfärbung der großartig leuchtenden Buchenwälder wanderte die Gruppe vorbei an der „Frühstücksbuche“ durch eine wunderschöne Landschaft, die durch den leichten Schneefall der vergangenen Nacht weiß gepudert wirkte. Sonnige, klare, frische Winterluft machte weite Ausblicke z.B. über das Breitenbachtal möglich.  Ziel war der Groß-Gemeindestein, der 1975 im Rahmen der Gebietsreform errichtet wurde, als die Kreise Siegen u. Wittgenstein zusammen gelegt wurden. Eine Inschrift weist auf diesen Zusammenschluss hin, ferner sind hier alle zur Großgemeinde Bad Laasphe gehörenden Orte aufgeführt. Nach Verzehr des „Rucksackfrühstückes“ in der dortigen Schutzhütte ging es bei wundervollem Sonnenschein weiter mit großartigem Blick auf  den Ort Herbertshausen, wo das Flüsschen Banfe überquert wurde, wodurch dann ein Wechsel der Bergseite stattfand. Nach einem kurzen Anstieg führte der Weg über die Buchebornseite, anschließend über den Fahrradweg bzw. einen Teil des Planetenlehrpfades zurück zum Ausgangspunkt nach Bad Laasphe.

Von den beiden Wanderführen Ursel Groß und Willi Blecher ein sehr gut ausgesuchter und sicher geführter Weg.

Ein herzlicher Dank an die Beiden.

 

Ein wundervoll gefärbter Buchenbaum

Ein wundervoll gefärbter Buchenbaum

 

Kleine Rast am Wegesrand

Kleine Rast am Wegesrand

 

Erster Schnee bei einer Wanderung im Herbst 2012

Erster Schnee bei einer Wanderung im Herbst 2012