Juni, 2012

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SGV Bezirkswanderung in 2012 ausgerichtet von der SGV Abteilung Bad Berleburg

Sonntag, Juni 3rd, 2012

In diesem Jahr wurde die Bezirkswanderung von der Sektion SGV Bad Berleburg ausgerichtet. Ausgangspunkt der Wanderung war die „Hütte Christianseck“ im Struthbach. Wahlweise war es möglich mit dem eigenen Pkw anzureisen. Ferner bestand dank bester Vorbereitung eine Transfer-Möglichkeit mit einem Shuttle-Bus, der von der Wandertafel aus eingesetzt wurde.

An der Grillhütte angekommen wurden fast 100 Wanderer von Herrn Hild (Vorstand) auf das herzlichste in Empfang genommen. Begrüßt werden konnten Wanderer der SGVe  Aue- Wingeshausen, Bad Laasphe, Erndtebrück, Girkhausen, Oberes Lahntal und Zinse. Herr Weyandt (Mitglied im Bezirksvorstand) der Abt. Erndtebrück sprach einleitende Worte und überbrachte zugleich Grüße von Herrn Bezirksvorsitzenden Heinz-Josef Linten  und  Herrn stellv. Bezirksvorsitzenden Werner Krönert, die aufgrund anderweitiger Verpflichtungen im Rahmen ihrer Tätigkeit im SGV dieser Wanderung nicht beiwohnen konnten. Das Abschlusswort von Herrn Hild war, dass die Prämisse des SGV „Wandern und Geselligkeit“ ist!

Und schon hieß es „Frisch auf“. Im wahrsten Sinne des Wortes machte sich eine große Wanderfamilie auf den Weg, denn, es waren Generationen unterwegs, im Alter von Großeltern bis zu den Enkeln. Um jedem bzgl. des Wandertempos gerecht zu werden gab es 2 Gruppen, geleitet von den Herren Klaus Kühn und Klaus Folger alias „Klaus und Kläuschen“!

Rund um Christianseck wurde gewandert, das Örtchen liegt auf einem Hochplateau in einer Höhe von ca. 620 m NN. Hier verteilen sich 24 Häuser auf 9 km².

Zuerst führte die Wanderung zum Landgasthof „Wittgensteiner Schweiz“. Herr Kühn wusste zu berichten, dass rund um Christianseck ab 1708 auf dem noch vollständig bewaldeten Gebiet die ersten Kanonisten siedelten und hier ehemals der Kanonhof Marburger stand. Pfarrer Johann Georg Hinsberg wurde erwähnt, der ab 1929 Superintendent in Wittgenstein war und sich um die lokalhistorische Forschung verdient gemacht hatte. So wurde von der Wüstung „Eckenfeld“ berichtet, einem kleinen, längst untergegangenen Dörfchen mit winzigen, für uns unvorstellbare Häuschen mit einer Größe von 2 x 3 Metern.

Diese Wüstung befand sich auf schlechtem Boden (in hiesiger Mundart „schlachtem Borre“). An Hackenbrachts Mühlchen erinnerte lediglich noch eine Vertiefung im Boden. Hier habe die Mühle gestanden, sehr gut vorstellbar, denn der Mennerbach plätschere vergnügt in der Nähe und ein Fluß gehört zu einer Mühle. Bis zum Jahre 1965 hatte Christianseck noch eine eigene Schule. Das wohl älteste Haus im Dorf war zu sehen sowie der Ort, an dem für dreizehn Jahre eine prominente Person, die Gräfin Hedwig Sophie, die Mutter des Grafen Casimir, des wohl bedeutendsten der Berleburger Grafen lebte. Herr Kühn wusste auch von seinen eigenen hugenottischen Vorfahren zu berichten und zeigte den Ort, wo einst seine Familie zu Hause war.

Eine sehr informative geschichtliche Wanderung fand ihren Ausklang in der Grillhütte, wo das Organisations-Team um Ingeborg Dickel und Karl-Friedrich Hild Großes geleistet hatte! Zur Stärkung war eine leckere Suppe vorbereitet. Ein Kuchenbüfett, das keine Wünsche offen lies, lockte weiterhin mit köstlichen Naschereien, aber auch für diejenigen, die es eher deftig mochten war gesorgt, Schmalz- oder Wurstbrote wurden auch zum Verzehr angeboten!

Anbei wieder eine Bildergalerie:

Herr Hild begrüßt die Teilnehmer - 2 Generationen, wie schön, dass selbst die Kleinen Freude am Wandern haben
Herr Hild begrüßt die Teilnehmer – 2 Generationen, wie schön, dass selbst die Kleinen Freude am Wandern haben

 

Grußworte von Herrn Weyandt aus Erndtebrück
Grußworte von Herrn Weyandt aus Erndtebrück

 

Gruppenbild und dazu bitte recht freundlich - bereit, um Christianseck zu erkunden
Gruppenbild und dazu bitte recht freundlich – bereit, um Christianseck zu erkunden

 

Die Vereinsfahne symbolisch mit einem Eichenblatt
Die Vereinsfahne symbolisch mit einem Eichenblatt

 

Die Wimpel der befreundeten SGVe
Die Wimpel der befreundeten SGVe

 

Frisch auf und bitte folgen scheint Herr Kühn zu sagen
Frisch auf und bitte folgen scheint Herr Kühn zu sagen

 

Und schon ging es los, ob mit oder ohne Walking -Stock
Und schon ging es los, ob mit oder ohne Walking -Stock

 

Das älteste Haus in Christianseck
Das älteste Haus in Christianseck

 

Die "Neue Schule", in der bis 1965 noch unterrichtet wurde
Die „Neue Schule“, in der bis 1965 noch unterrichtet wurde

 

Das ehem. Gut des Berleburger Grafen Casimir, in dem seine Mutter Hedwig-Sophie lebte
Das ehem. Gut des Berleburger Grafen Casimir, in dem seine Mutter Hedwig-Sophie lebte

 

 

Wohlverdiente Rast und Erfrischung mit Kaltgetränken
Wohlverdiente Rast und Erfrischung mit Kaltgetränken

 

Der gut sortierte Getränkewagen - es gab nicht nur Herrenbrause - ehrlich!
Der gut sortierte Getränkewagen – es gab nicht nur Herrenbrause – ehrlich!

 

Einst ein Löschwasserteich, wie Herr Kühn zu berichten wusste, der auch zu einer Wüstung gehörte
Einst ein Löschwasserteich, wie Herr Kühn zu berichten wusste, der auch zu einer Wüstung gehörte

 

Ein Grenzstein, auch Alexanderstein genannt; hier verlief einmal die Grenze zwischen den beiden Wittgensteiner Grafschaften. 1837 hatte Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein diese Steine errichten lassen. Dem Wanderführer waren 30 dieser Steine bekannt.
Ein Grenzstein, auch Alexanderstein genannt; hier verlief einmal die Grenze zwischen den beiden Wittgensteiner Grafschaften. 1837 hatte Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein diese Steine errichten lassen. Dem Wanderführer waren 30 dieser Steine bekannt.

 

Die liebevoll dekorierten Tische in der Grillhütte Christianseck

Die liebevoll dekorierten Tische in der Grillhütte Christianseck

 

Gaumen was begehrst Du mehr, hier war wirklich für jeden etwas dabei, sogar Muffins für kleine Leckermäulchen
Gaumen was begehrst du mehr, hier war wirklich für jeden etwas dabei, sogar Muffins für kleine Leckermäulchen

 

Auch Petrus war mit von der Partie und sorgte für bestes Wanderwetter an diesem Tag, so dass man die Sonne noch lange genießen konnte
Auch Petrus war mit von der Partie und sorgte für bestes Wanderwetter an diesem Tag, so dass man die Sonne noch lange genießen konnte

 

Auf keinen Fall dürfen die fleißigen Geister hinter den Kulissen vergessen werden, ohne die diese wunderschöne Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre
Auf keinen Fall dürfen die fleißigen Geister hinter den Kulissen vergessen werden, ohne die diese wunderschöne Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre

 

Die "Biermarkenverkäuferinnen" fröhlich lächelnd, der Ansturm ist bewältigt
Die „Biermarkenverkäuferinnen“ fröhlich lächelnd, der Ansturm ist bewältigt

 

Dem Vorstand mit seinem Organisations-Team sei Dank, ohne all die fleißigen Helfer wäre dieser wundervolle Tag nicht möglich gewesen! Selbstverständlich auch Dank an die Wanderführer „Klaus und Kläuschen“!